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Spezielle Psychotraumatologie - Forschung und Therapie zur 

psychischen und physischen Veränderungen

 nach übermäßig belastenden Ereignissen

 

Eine kleine Geschichte:

Frau W. ist 47 Jahre alt. "Ich hatte schon alle Diagnosen und alle Medikamente“, berichtet sie. „Mir hilft nichts. Ich bin ein hoffnungsloser Fall“. Sie verlasse nicht mehr das Haus. Das Autofahren habe sie eingestellt. Ständig habe sie Angst, krank zu werden und ins Krankenhaus zu müssen.

Ihre alte Mutter habe ihr vor einigen Wochen erzählt, dass sie als Kind mit 6 Monaten "eine schwere Operation am Kopf hatte. Ich wäre damals fast gestorben“, berichtet Frau W. jetzt unter Tränen. Immer wieder müsse sie an diesen Bericht der Mutter denken. „Ich habe keine Worte. Ich kann nur noch weinen!“

Grundannahmen:

Viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben in einer Situation waren, wo etwas passierte, das sie völlig überforderte (Gewalt, sexueller Missbrauch, Unfälle, lebensbedrohliche Erkrankungen, Trennungen und Verluste), konnten damals diese Erfahrung nicht ausreichend verarbeiten. In der Kindheit und Jugend war das Gehirn noch nicht reif genug für diese Verarbeitungsleistung.

Aber auch im Erwachsenenalter kann das Gehirn aufgrund der Intensität der traumatisierenden Ereignisse völlig überfordert gewesen sein. Manchmal besteht z.B. eine Amnesie.

Auch wenn diese Erfahrungen nicht mehr bildlich erinnert werden, können sie in Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und Verhalten bis heute in dieser unverarbeiteten, „kindlichen“ oder Trauma-assoziierten Form existieren und Probleme verursachen.

Die neuere Hirnforschung schafft Erklärungen für diese Prozesse als (Überlebens-) Mechanismen.

Die speziellen Traumabehandlungsverfahren stellen Methoden zur Stabilisierung und zur Kontrolle der Erinnerungen (Flashbacks, Albträume, Dissoziationen) einer Traumatisierung bereit. Diese Behandlungsmethoden fokussieren die innere Struktur, die seelische innere Landschaft, in denen die schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit organisiert sind, sei es in erinnerbarer oder nicht erinnerbarer Form.

Spezielle Therapiemethoden, wie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was meint: Durcharbeitung und Integration von belastenden Erinnerungen durch Augenbewegung), schaffen eine nachträgliche Verarbeitung und Integration des Trauma-Materials.

 

Anwendungsgebiete:

  • Nachträgliche Verarbeitung lebensbedrohlicher Ereignisse aus der Vergangenheit
  • Schwerwiegende Veränderungen in der Familie, wie z.B. Bindungstraumata (Selbsttötung einer nahestehenden Person, plötzlicher und unvorhersehbarer Tod, Trennungen, Verluste, Beziehungskonflikte usw.)
  • Ängste, Zwänge, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und unter bestimmten Umständen auch Psychosen
  • Nicht erinnerbare Ereignisse aus der Vergangenheit, die das heutige Leben maßgeblich beeinflussen und sich in belastenden Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen (Symptome) und Handlungsimpulsen zeigen.

 

Vorgehensweise:

  • Neben der Anamnese und Diagnostik werden sehr bald Stabilisierungstechniken eingeübt.
  • Frühere Lösungsversuche als Reaktion auf eine Traumatische Erfahrung werden in einer "Inneren Landkarte" dargestellt und damit häufig zum ersten Mal verstehbar.
  • Spezielle Methoden zur Verarbeitung und Integration des Ereignisses werden eingesetzt.

 

Ziel der Arbeit ist die Integration der traumatischen Erfahrung, was gleichbedeutend ist mit den Aussagen:

* Ich weiß, dass etwas Schlimmes passiert ist.

* Ich weiß, dass es mir passiert ist.

* Ich weiß, dass es vorbei ist. Heute ist es nur noch eine Erinnerung!

 

Traumatherapie läuft im Rahmen der Verhaltenstherapie und wird von allen Kassen und den Berufsgenossenschaften (BG) übernommen!

 Therapieanfrage (hier klicken)

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