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Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (nach Prof. Mervyn Schmucker)

 

IRRT - ein erfolgreiches Verfahren, traumatische Erfahrungen nachhalting zu bearbeiten

 

Eine kleine Geschichte:

Eine 58j. Frau Erinnert sich, wie sie im Alter von 4 Jahren im offenen Fenster ihres Elternhauses stand und sich hinausstürzen wollte.

Das Kind lebte in einer Umgebung, in der rituelle Gewalt stattfand. Eine Etage in ihrem Elternhaus, war an „den Teufel“ vermietet, eine Person, die sich als Drahtzieher vieler Gewalttaten offenbart hatte, in die auch das Mädchen involviert worden war.

Dies war die Ausgangssituation unserer Arbeit.

Theorie:

Verletzungen des Körpers und der Seele in der frühen Kindheit und Jugend wirken sich meistens im späteren Leben aus. Die Erfahrungen von Hilflosigkeit, Ausgeliefert-sein und tiefer Bedrohung bleiben als kognitive Konzepte oft ein Leben lang programmiert. Alltägliche Reize können im späteren Leben diese Erinnerungen auslösen, bzw. die Programmierung neu aktivieren. Depressionen, Ängste, Essstörungen, Suchtverhalten, posttraumatische Belastungsstörungen, prolongierte Trauer und somatoforme Störungen können zu jeder Zeit auftreten, auch wenn keine akute Bedrohung vorliegt.

Vorgehensweise:

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) wird nach einer gründlichen anamnestischen und diagnostischen Phase durchgeführt, wenn eine Belastbarkeit der Person gegeben ist.

In mehreren Phasen wird die belastende Erinnerung in der Vorstellung in die Gegenwart geholt und nun durch die Vorstellung, dass das HEUTIGE AKTUELLE ICH die frühe Szene betritt und den Konflikt löst, indem ein Täter unschädlich gemacht wird.

Geht es allerdings um eine Erinnerung, in der es nicht wie im o.g. Beispiel um eine Situation mit Tätern geht, kann das therapeutische Vorgehen angepasst werden und die Versorgung des frühen Anteils der Person durch das AKTUELLE HEUTIGE ICH kann in der Vorstellung erfolgen.

Obwohl wir ausschließlich in der Vorstellung arbeiten, sind die Effekte erstaunlich wirksam und nachhaltig.

Anwendungsgebiete:

  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Anpassungsstörung
  • Depression
  • Substanzmissbrauch
  • Somatoforme Störungen
  • Angst und Panik
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Psychogene Erschöpfungszustände (Burnout)
  • Chronische Schmerzen psychogener Form

DAS IRRT ist der kognitiven Verhaltenstherapie zuzuordnen und kann im Rahmen einer Verhaltenstherapie durchgeführt werden.

Therapieanfrage bitte telefonisch (Bürozeiten 9-12 Uhr; Tel. 06827/302 302)

Links

 

Aufstellung und TraumaArbeit - 

die Zusammenführung zweier Methoden

 

Seit meinem ersten Kontakt mit den Theorien zur Traumatisierung von Menschen und deren Folgen (1998) entwickelte sich in der Folge das Konzept der systemischen TraumaArbeit, in der gegenseitigen Bereicherung von AufstellungsArbeit und TraumaArbeit.

Daraus entstand ein neues Konzept, das vom "Aufstellen nach Hellinger" gravierend abweicht:

  • Ereignisse aus der eigenen Lebensgeschichte werden primär fokussiert. Die Aufstellungsarbeit soll helfen, Erinnerungen zu generieren, die dann traumatherapeutisch durchgearbeitet werden können (z. B. mit EMDR, IRRT oder anderen Methoden)
  • Transgenerational übernommene Belastungen der Vorfahren werden aufgedeckt und Verstrickungen gelöst
  • Symptome werden aufgestellt, um den auslösenden und/oder aufrechterhaltenden Teil der psychischen Dynamik zu erkennen. Eine medizinische Befunderhebung vor der Aufstellung ist Voraussetzung.
  • Durch eine Traumatisierung werden die Beziehungen innerhalb der Familie und/oder des Freundeskreises verändert. Mittels themenbezogener Aufstellungen werden diese "Verwerfungen" korrigiert.
  • Die Aufstellungsarbeit orientiert sich in erster Linie an den Fähigkeiten des Patienten zur Integration. In der Regel werden zunächst Aufstellungen zur Schaffung und Verankerung von Ressourcen durchgeführt.

Die Arbeit erfolgt in Gruppen, die entweder als offene Angebote organisiert werden und in der Regel an einem Dienstagabend und einem Samstagmorgen stattfinden und in Form der Aufstellungstage, die einen geschützten Rahmen bieten für intensive Aufstellungen, z.B. für traumatisierte Menschen.

Aufstellungswillige, die bei anderen Therapeuten betreut werden, werden dringend gebeten, ihr Aufstellungsvorhaben zu besprechen. Die betreffenden Kollegen sind eingeladen, kostenlos an Ihrer Aufstellung teilzunehmen.

Personen, die nicht therapeutisch betreut werden, brauchen neben den Hospitationen mindestens ein Vorgespräch.

Systemische Familientherapie und Aufstellungsarbeit wird in der Regel im Selbstzahlerbereich angeboten. Die Krankenkassen und die Berufsgenossenschaften haben diese Verfahren nicht anerkannt.

 

Weiterführende Begriffe:

Psychotherapie - Offene Aufstellungsgruppen

Psychotherapie - Aufstellungstage

Anmeldungen bitte telefonisch während der Bürozeit (tgl. 9.00 - 12.00 unter Tel. 06827/302 302)

Aufstellungen - Theorien und Methoden im Spannungsfeld

zwischen Zugehörigkeit und Autonomie

 

Eine kleine Geschichte:

Eine Mutter kommt und spricht von ihrem Sohn, der in der rechten Szene aktiv ist und sich für den Dschihad ausbilden lasse wolle. Der Sohn sei nicht ihr leibliches Kind, sondern nach der Geburt adoptiert worden. Über seine leiblichen Eltern sei nicht viel bekannt. „Sie haben praktisch keinen Einfluss“, meint die Adoptivmutter. „David hatte immer alles, was er brauchte“.

Grundannahmen:

Jeder trägt ein Wissen in sich über seine Eltern, Großeltern, seine Herkunftsfamilie, seine Ahnen, seine Sippe, seine Kultur, sein Volk...

In jedem Menschen steht dieses Wissen, das aber nicht bewusst abrufbar ist. Jedes Verhalten des Einzelnen steht in einem größeren Zusammenhang und ist dadurch verstehbar.

Im Aufstellen werden die anwesenden und fernen, evtl. unbekannten Familienmitglieder in Beziehung zueinander aufgestellt im Raum. Indem die Personen eines Familiensystems durch Stellvertreter repräsentiert sind, können diese Themen, Gedanken, Gefühle, Handlungsimpulse und Befindlichkeiten ausdrücken. Der Aufstellende entscheidet, zu wie viel Prozent er diese Äußerungen der Aufstellung wiedererkennt.

Die über 24-jährige Erfahrung mit der Aufstellungsarbeit zeigt, dass durch diese Methode eine neue Perspektive entsteht und Erinnerungen angeregt werden, die dann überprüft werden können.

Anwendungsgebiete:

  • Schwerwiegende Veränderungen in der Familie (Trennungen, Verluste, Beziehungskonflikte usw.)
  • Alle Themen aus den Bereichen von gestörten familiären und betrieblichen Interaktionen
  • Arbeit für Kinder, die sich noch nicht äußern können
  • Nicht erinnerbare Ereignisse (z.B.) in der Vergangenheit, die das Leben maßgeblich beeinflusst haben

Vorgehensweise:

Eine Person erklärt ihr Anliegen, sucht die wichtigsten Personen als Stellvertreter aus der Gruppe aus und stellt mit ihnen das innere Bild der Beziehungen auf. Mit Hilfe der Aussagen der Aufgestellten werden Lösungsimpulse erarbeitet, die dann verifiziert werden können. Ich empfehle ein Vorgespräch vor dem Aufstellen, damit die familiären Daten besprochen werden können und in einem Genogramm (wie ein Stammbaum vorstellbar) zusammengestellt werden.

Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

Links:

- Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS)

 

Bereiche der systemischen Familientherapie in meiner Praxis:

Psychotherapie - Offene Aufstellungsgruppen

Psychotherapie - Aufstellungstage

Weiterbildungsangebote - Grundkurs

Weiterbildungsangebote - Fortgeschrittenenkurs

Weiterbildungsangebote - Supervision Aufstellungsarbeit

Intensivtage der Aufstellungsarbeit

 

Hinweis:

Dauer, Teilnehmerzahl und Kosten sind erst zum Seminarbeginn ermittelbar und von den
           jeweils geltenden Pandemie - Bestimmungen abhängig.          

 

Dieses Angebot besteht seit 1988 und richtet sich an Menschen, die schwere Belastungen aus der Vergangenheit und in der Gegenwart tragen.

An drei Terminen pro Jahr werden die IntensivAufstellungstage in einer geschlossenen Gruppe durchgeführt.

Termine 2022:
07.-10.04.2022
25.-28.08.2022
27.-30.10.2022 

 

Diese Gruppe bleibt über die gesamte Zeit  zusammen und dadurch entsteht eine große Intensität und Vertrautheit.

Vor allem Aufstellungen mit traumatischen Themen werden hier durchgeführt und eine intensive Betreuung aller Teilnehmner durch unser Therapeuten-Team gewährleistet.

Diese Aufstellungen zeichnen sich dadurch aus, dass wir »heiße«, lange verborgene und sogar abgespaltene Themen fokussieren und bearbeiten.0, seit COVID-19 unser Leben verändert hat, haben wir das Aufstellen angepasst an die geltenden Sicherheitsbestimmungen. Wir haben eine Form gefunden, die intensiv und sehr genau ist.

Anmeldung

 

Sie können sich durch Einreichen des Anmeldeformulars anmelden.

Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Einganges berücksichtigt und werden erst bei Zahlungseingang verbindlich.

Veranstaltungsort

Wird noch bekannt gegeben.

Unterkunft

Für die Übernachtung während des Seminars sorgen die Teilnehmer*in selbst.
Bitte wenden Sie sich, falls Sie eine Unterkunft im Dorf suchen, an uns.

Verpflegung

Verpflegungsmöglichkeiten werden durch die Gastronomie vor Ort angeboten. Die Kosten für Verpflegung sind von jedem Teilnehmer*in selbst zu tragen.

 

Seminargebühren

Die Seminarkosten in Höhe von 370,-- € pro Teilnehmer*in sind bei der Anmeldung zu entrichten.
Die Zahlung erfolgt auf eines der genannten Konten. Diese Gebühr versteht sich ohne Übernachtung und Verpflegung.
Es besteht kein Erstattungsanspruch der Kursgebühr bei Rücktritt 14 Tage vor Beginn der Veranstaltung oder bei Fehlzeiten des Teilnehmers während des Seminars.
Bei Rücktritt bis 14 Tage vor Seminarbeginn werden die Kosten erstattet unter Einbehaltung von 40,00 € Bearbeitungsgebühr.


Rücktritt von der Veranstaltung: Der Rücktritt vom Seminar muss schriftlich erfolgen. Die Seminargebühren werden bei Rücktritt bis 4 Wochen vor Beginn des Seminars, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 40,-- €, zurückerstattet. Anschließend ist eine Rückerstattung – abzüglich der Bearbeitungsgebühr von 40,00 € – nur dann möglich, wenn der Platz anderweitig vergeben werden kann.

Anmeldung per PDF-Download oder Anfordern der Unterlagen zur Anmeldung im Büro möglich;

Tel 06827/302 302, tgl. von 9.00 - 12.00 Uhr

Offene Aufstellungsgruppen

Um die Aufstellungsarbeit kennenzulernen oder zu hospitieren, eignen sich die Offenen Aufstellungsgruppen.

Die Hospitation dient der Vorbereitung auf die eigene Aufstellung. Ein Vorgespräch sollte vor der eigenen Aufstellung vereinbart werden, wenn Sie kein/e Patient/in sind. Wir erstellen gemeinsam ein Genogramm und besprechen die Vorgehensweise Ihrer Aufstellung. 

In den Offenen Gruppen werden zwischen 5-7 Aufstellungen bei jedem Termin durchgeführt, in der Regel nicht aus dem Traumabereich.

Meistens werden Beziehungsthemen aus der Familie, Ehe, Eltern-Kind-Beziehungen, Geschwister oder Arbeitskollegen aufgestellt.

Aber auch Entscheidungsalternativen oder „leichte“ Symptome können hier bearbeitet werden.

Diese Beschränkung ist als Schutz für die „Neuen“ und die Aufstellenden selbst gedacht.

Für belastende Trauma-Themen sind die Aufstellungstage wesentlich besser geeignet.

Die offenen Aufstellungsgruppen finden dienstags oder samstags statt.

Die Kosten für die Hospitationen und das Aufstellen belaufen sich auf 40,00 € pro Teilnahme. Das Vorgespräch wird mit 80,00 € berechnet. Die Kosten können nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Termine:

Monat Dienstag 19.00 - 22.00 Uhr Samstag 9.00 - 13.00 Uhr
November 2019 09.11.2019
Dezember 2019 10.12.2019
Januar 2020 18.01.2020
Februar 2020 18.02.2020
März 2020 14.03.2020
April 2020 16. – 19.04.2020 IntensivAufstellungsTage
Mai 2020 19.05.2020
Juni 2020 20.06.2020
Juli 2020 14.07.2020
August 2020 13. – 16.08.2020 IntensivAufstellungsTage
September 2020 19.09.2020
Oktober 2020 22. – 25.10.2020 IntensivAufstellungsTage
November 2020 17.11.2020
Dezember 2020 12.12.2020

 

Zur Anmeldung

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Systemische Familientherapie

Eine kleine Geschichte:

Ein Elternpaar berichtet, dass ihre 4-jährige Tochter seit der Trennung der Eltern nicht mehr schlafe und auch nicht mehr in den Kindergarten wolle.

Grundgedanken der systemischen Familientherapie:

Während andere therapeutische Schulen den Einzelnen mit seinem Problem, dem Symptom oder der Krankheit fokussieren, wird in der systemischen Familientherapie das gesamte Netz der familiären Beziehungen betrachtet: In jeder Familie wirken sich frühere und aktuelle Beziehungen zwischen den Familienmitglieder auf den Einzelnen im Positiven wie Negativen aus. 

Psychische Auffälligkeiten können Ausdruck von Störungen und/oder Belastungen der Interaktionen im System sein, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung aktuell eine wesentliche Rolle spielen. Ein Symptom wird nicht als Krankheit oder Defizit gesehen, sondern als ein Versuch, etwas in diesem System zu regulieren. Derjenige, der auffällt durch das Symptom, übernimmt damit eine Aufgabe für alle anderen in der Familie.

Anwendungsgebiete:

  • Personen (auch Kinder), die physische oder psychische Auffälligkeiten zeigen oder zwischenmenschliche Konflikte haben
  • Paartherapie: Analyse und Aufarbeitung von Konflikten
  • Konflikte zwischen Personen eines privaten oder beruflichen Systems
  • Familien, die durch bestimmte schlimme Ereignisse belastet sind (Kriegsereignisse, Verlassen der Heimat, schwere Verluste, alte Schuld etc.)
  • Familien, in denen Vorfahren für negative Ereignisse verantwortlich waren

Vorgehensweise

  • Wenn möglich werden alle beteiligten Familienmitglieder zu den therapeutischen Gesprächen eingeladen. Beziehungsmuster, Strukturen, Geheimnisse und Belastungen werden thematisiert und neue Interaktionsmuster werden erarbeitet und erprobt.
  • Ist es nicht möglich, dass andere Familienmitglieder erscheinen, wirdmit der Einzelperson gearbeitet
  • Die Kosten werden nicht von den Kassen übernommen.

 

Bereiche der systemischen Familientherapie in meiner Praxis:

Psychotherapie - Offene Aufstellungsgruppen

Psychotherapie - Aufstellungstage, ein IntensivAngebot

Weiterbildungsangebote - Grundkurs, wird neu konzipiert

Weiterbildungsangebote - Fortgeschrittenenkurs, wird neu konzipiert

Weiterbildungsangebote - Supervision Aufstellungsarbeit, werden ab Sommer 2020 neu angeboten

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EMDR - eine effektive Methode zur nachträglichen Verarbeitung

von traumatischen Erfahrungen

Eye Movement Desensitization and Reprozessing 

Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen

 

Eine kleine Geschichte:

Der 40-jährige Metallarbeiter hatte einen schweren Unfall an seinem Arbeitsplatz: seine linke Hand wurde in einer Maschine eingeklemmt und schwer verletzt. Der Unfall ist fünf Jahre her. Herr W. hat sich seither stark verändert: er versteckt sich, weigert sich, das Haus zu verlassen, ist depressiv geworden. „Zu nichts habe ich Lust. Ich fühle mich wie ein Krüppel. Jede Nacht Albträume und immer wieder diese Bilder im Kopf. Wissen Sie, das halten sie irgendwann nicht mehr aus!“

Theorie: Die wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Psychotraumatologie gehen davon aus, dass bei ca. 75% der Betroffenen Ereignisse, die eine körperliche, geistige und/oder seelische Bedrohung darstellten, im Gehirn derart gespeichert wurden, dass sie immer wieder in Form von Flashbacks, Albträumen, Ängsten, Depressionen auftauchen können. Solche Erfahrungen aus der Vergangenheit sind nur „abgelegt“ in unserem Gedächtnis, aber nicht verarbeitet. Sie sind keine normale, unbelastete Erinnerung.

Vorgehensweise:

Eye Movement Desensitization and Reprozessing (EMDR) ist ein äußerst effektives Verfahren zur Reduktion einer posttraumatischen Belastung. Durch eine bilatere Stimulation beider Gehirnhälften (z.B. durch Augenbewegungen, akustische Reize, selbständiges Tappen u.a.) wird ein Verarbeitungsprozess eingeleitet, der spontan bisher nicht ausreichend abgelaufen ist. Es kommt dadurch zu einer Verarbeitung und Integration der belastenden Erfahrung.

Anwendungsgebiete:

  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
  • Schlimme und immer noch belastende Lebensereignisse (Gewalt, Missbrauch, Unfälle, Krankheitsdiagnosen usw.)
  • Starke Trauer nach Verlust, die auch nach Jahren nicht schwächer wird
  • Verletzungen durch Personen, an die eine große Bindung bestand
  • Depressionen
  • Angst- und Panikerleben
  • Psychogene Erschöpfungszustände
  • Chronische Schmerzen, ohne körperliche Verursachung

Das EMDR ist eingebunden in eine Psychotherapie, die von den Kassen (Gesetzliche und Private) und den Berufsgenossenschaften (BG) bezahlt wird.

 

Therapieanfrage, bitte telefonisch im Büro (tgl. 9-12 Uhr; Tel. 06827/302 302)

 

Links

- EMDRIA Deutschland e.V.

Zusätzlich für Kollegen:

Weiterbildungsangebote - Supversion Aufstellungsarbeit

 

Spezielle Psychotraumatologie - Forschung und Therapie zur 

psychischen und physischen Veränderungen

 nach übermäßig belastenden Ereignissen

 

Eine kleine Geschichte:

Frau W. ist 47 Jahre alt. "Ich hatte schon alle Diagnosen und alle Medikamente“, berichtet sie. „Mir hilft nichts. Ich bin ein hoffnungsloser Fall“. Sie verlasse nicht mehr das Haus. Das Autofahren habe sie eingestellt. Ständig habe sie Angst, krank zu werden und ins Krankenhaus zu müssen.

Ihre alte Mutter habe ihr vor einigen Wochen erzählt, dass sie als Kind mit 6 Monaten "eine schwere Operation am Kopf hatte. Ich wäre damals fast gestorben“, berichtet Frau W. jetzt unter Tränen. Immer wieder müsse sie an diesen Bericht der Mutter denken. „Ich habe keine Worte. Ich kann nur noch weinen!“

Grundannahmen:

Viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben in einer Situation waren, wo etwas passierte, das sie völlig überforderte (Gewalt, sexueller Missbrauch, Unfälle, lebensbedrohliche Erkrankungen, Trennungen und Verluste), konnten damals diese Erfahrung nicht ausreichend verarbeiten. In der Kindheit und Jugend war das Gehirn noch nicht reif genug für diese Verarbeitungsleistung.

Aber auch im Erwachsenenalter kann das Gehirn aufgrund der Intensität der traumatisierenden Ereignisse völlig überfordert gewesen sein. Manchmal besteht z.B. eine Amnesie.

Auch wenn diese Erfahrungen nicht mehr bildlich erinnert werden, können sie in Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und Verhalten bis heute in dieser unverarbeiteten, „kindlichen“ oder Trauma-assoziierten Form existieren und Probleme verursachen.

Die neuere Hirnforschung schafft Erklärungen für diese Prozesse als (Überlebens-) Mechanismen.

Die speziellen Traumabehandlungsverfahren stellen Methoden zur Stabilisierung und zur Kontrolle der Erinnerungen (Flashbacks, Albträume, Dissoziationen) einer Traumatisierung bereit. Diese Behandlungsmethoden fokussieren die innere Struktur, die seelische innere Landschaft, in denen die schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit organisiert sind, sei es in erinnerbarer oder nicht erinnerbarer Form.

Spezielle Therapiemethoden, wie EMDR, (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), was meint: Durcharbeitung und Integration von belastenden Erinnerungen durch Augenbewegung), schaffen eine nachträgliche Verarbeitung und Integration des Trauma-Materials.

Weitere Möglichkeiten der Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen sind folgende Methoden, die ebenfalls erlernt wurden: das IRRT (Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy), spezielle Methoden der Psychotraumatologie nach Michaela Huber, Ellert Nijenhuis, Arne Hofmann u.a.

 

Anwendungsgebiete:

  • Nachträgliche Verarbeitung lebensbedrohlicher Ereignisse aus der Vergangenheit
  • Schwerwiegende Veränderungen in der Familie, wie z.B. Bindungstraumata (Selbsttötung einer nahestehenden Person, plötzlicher und unvorhersehbarer Tod, Trennungen, Verluste, Beziehungskonflikte usw.)
  • Ängste, Zwänge, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und unter bestimmten Umständen auch Psychosen
  • Nicht erinnerbare Ereignisse aus der Vergangenheit, die das heutige Leben maßgeblich beeinflussen und sich in belastenden Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen (Symptome) und Handlungsimpulsen zeigen.

 

Vorgehensweise:

  • Neben der Anamnese und Diagnostik werden sehr bald Stabilisierungstechniken eingeübt.
  • Frühere Lösungsversuche als Reaktion auf eine Traumatische Erfahrung werden in einer "Inneren Landkarte" dargestellt und damit häufig zum ersten Mal verstehbar.
  • Spezielle Methoden zur Verarbeitung und Integration des Ereignisses werden eingesetzt.

Ziel der Arbeit ist die Integration der traumatischen Erfahrung, was gleichbedeutend ist mit den Aussagen:

* Ich weiß, dass etwas Schlimmes passiert ist.

* Ich weiß, dass es mir passiert ist.

* Ich weiß, dass es vorbei ist. Heute ist es nur noch eine Erinnerung!

Traumatherapie läuft im Rahmen der Verhaltenstherapie und wird von allen Kassen und den Berufsgenossenschaften (BG) übernommen!

 Therapieanfrage bitte telefonisch während der Bürozeit (tgl. 9-12 Uhr; Tel. 06827/302 302)

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Verhaltenstherapie - das gelernte Verhalten und Denken verändern

Eine kleine Geschichte ....

Die junge Frau kommt mit Ängsten, vor einer Gruppe zu reden. Sie ist Beamtin, bildet junge Kollegen aus. Wenn sie Vorträge halten muss, errötet sie. In der Nacht vor diesem Termin kann sie nicht mehr schlafen. In ihren Gedanken sind ständig Vorstellungen, wie sie erröten wird und alle bemerken dies.

Ein klassischer Fall für die Verhaltenstherapie, die davon ausgeht, dass unser Verhalten immer erlernt ist. Irgendwann in ihrem Leben war es so, dass die junge Frau gelernt hat, dass sie vor einer Gruppe ins Stottern kam. Als alle lachten, errötete sie.

Grundgedanken der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt grundsätzlich bei dem erlernten, dysfunktionalen Verhalten an. In unserem kleinen Beispiel können dies auch symptomatischen Gedanken sein, z.B. ich versage, wenn ich reden muss. Ich bin nicht gut genug! 

Es gilt: Alles, was ich gelernt habe, kann ich auch wieder ver-lernen!

Anwendungsgebiete:

  • Ängste
  • Depressionen
  • Zwangsgedanken, Zwangshandlungen
  • Abhängigkeit von Substanzen (Alkohol, Drogen, Schmerz- oder Schlafmittel etc.)
  • Somatoforme Störungen (Körperliche Symptome aufgrund seelischer Probleme)
  • Essstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Vorgehensweise:

Neue Verhaltensweisen und Denkweisen werden trainiert

Die Kosten werden von allen Kassen übernommen!

Therapieanfrage bitte telefonisch während der Bürozeiten (9-12 Uhr, Tel. 06827-302 302)